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Knoblauch

Knoblauch gehört zu den Gewürzen, die in den internationalen Küchen in sehr vielen Gerichten präsent sind. Die Knolle verbreitet einen intensiven, aromatischen Geschmack, der mit den meisten Speisen harmoniert. So gelang der Knoblauch als Küchenhelfer an Bekanntheit. Dabei sind die weißen Zehen vielseitiger als einigen Menschen bekannt ist: die Inhaltsstoffe machen ihn zum Beispiel zu einer hilfreichen Heilpflanze.

Was ist Knoblauch eigentlich?

Der lateinische Begriff der Pflanze lautet Allium sativum. Auf deutscher Ebene stammt die Bezeichnung vom Wort „klioban“ ab, welches aus dem Althochdeutschen kommt und mit „spalten“ übersetzt werden kann. Der Ursprung des Namens weist somit gleichzeitig auf die Eigenschaft der Knoblauchzehen hin, die sich voneinander trennen lassen. Genauer genommen handelt es sich beim Knoblauch jedoch gar nicht um eine Knolle. Er gehört zur Familie der Zwiebeln und der Gattung des Lauchs. Als Knoblauchzehen wird die Struktur der Pflanze in Anlehnung an das äußere Erscheinungsbild von Tierklauen Knoblauchbezeichnet. Der Knoblauch erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 90 Zentimetern. In der Erde bildet sich eine Hauptzwiebel, die von Nebenzehen umschlossen wird. Ursprünglich stammt die würzige Knolle aus Zentralasien. Im Rahmen der Landkultivierung hat der Knoblauch dann schließlich auch Südeuropa erreicht und sich von dort aus weiter verbietet, so dass er heutzutage in beinahe allen Regionen bekannt ist. Der größte Exporteur ist die Volksrepublik China, dicht gefolgt von Russland und Indien. Die Zucht des Knoblauchs ist dabei keine neue Erfindung: historische Indizien beweisen, dass sich Menschen bereits vor 5000 Jahren mit dem gezielten Anbau der Pflanze beschäftigt haben. So weisen zum Beispiel Bilder in ägyptischen Pyramiden darauf hin, dass der Knoblauch nicht nur im Speiseplan eine Bedeutung hatte, sondern ebenfalls auf zeremonieller Ebene. Die Griechen und Ägypter gingen davon aus, dass die Zehen übernatürliche Kräfte verfügen. Um diese zu nutzen, griffen Kämpfer vor der nächsten Schlacht zum Knoblauch. Neben den kulinarischen Fähigkeiten der Pflanze, sind die heilenden Eigenschaften ebenfalls seit sehr langer Zeit bekannt, auch wenn sie heutzutage eher in Vergessenheit geraten zu scheinen.

Was macht den Knoblauch so besonders?

Aus der Küche ist die Knolle nicht mehr wegzudenken. Insbesondere italienisches und östliches Essen wird häufig großzügig mit Knoblauch gewürzt. Noch wichtiger als sein Geschmack sind jedoch seine wertvollen Inhaltsstoffe. Zu diesen gehören vor allem Selen und Allicin. Das Allicin entsteht durch chemische Prozesse aus dem ursprünglichen Element Alliin. Sobald Alliin mit Sauerstoff in Verbindung gerät, zum Bespiel durch das Schälen und Hacken einer Knoblauchzehe, so wird es in Allicin umgewandelt. Allicin wiederum ist für den starken Eigengeruch des Knoblauchs verantwortlich, welcher nicht unbedingt von jeder Person geschätzt wird. Grundlage für die chemischen Vorgänge ist die Zugehörigkeit von Alliin zu den Schwefelverbindungen. Allicin stellt eine Aminosäure dar. Aminosäuren setzen sich in einer bestimmten Reihenfolge in einer spezifischen, vorgegebenen Länge zu einer Kette zusammen. Auf diese Weise entstehen Proteine mit verschiedene Funktionen. Ein Mangel an essentiellen Aminosäuren kann zu schwerwiegenden Beschwerden führen, weil viele Strukturen und Prozesse im menschlichen Organismus von den Eiweißen abhängig sind. Selen ist ein Spurenelement, dass dem Körper von außen hinzugeführt werden muss. Ansonsten drohen Mangelerscheinungen mit verschiedenen Ausprägungen. So können zum Beispiel innere Organe oder die Skelettmuskulatur unter einer zu geringen Aufnahme des Selens leiden.

Welche Wirkung hat Knoblauch?

Für heilende Zwecke können die Knollen mittlerweile in den unterschiedlichsten Formen erworben werden: als Kapsel, Tablette, Knoblauchöl oder Pulver. Frischer Knoblauch ist meistens nicht nur günstiger und natürlicher. Hier kann zudem garantiert werden, dass die Inhaltsstoffe durch die Verarbeitung nicht zerstört wurden, wie es zum Beispiel bei einigen Kapseln der Fall ist. Die medizinischen Eigenschaften des Knoblauchs gehen somit nicht nur von Produkten aus der Apotheke aus, sondern können ebenfalls durch frische Zehen erwirkt werden. So galt Knoblauch eine lange Zeit als „Antibiotikum der armen Leute“ und wurde dementsprechend auch für verschiedene Beschwerden und Zwecke eingesetzt. Für die antibiotische Wirkung ist das Allicin verantwortlich. Um sich dieses zu Nutze zu machen, ist es wichtig, dass die Zellwände des Knoblauchs zerstört werden, zum Beispiel durch die Verwendung einer Presse oder das feine Zerhacken. Nur so wird gewährleistet, dass die chemischen Prozesse Allicin hervorbringen, welches unter anderem bei Erkältungen und Grippe, aber auch Herpes oder Darmproblemenzum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika zerstört der Knoblauch die Darmflora nicht, woraus eventuell weitere Symptome resultieren können.

Degenerative Erkrankungen gehören heutzutage zu den häufigsten Todesursachen. Ganz vorne mit dabei sind Herzinfarkte. Ein Herzinfarkt entsteht dann, wenn sich Ablagerungen in den Arterien bilden. Diese bestehen aus so genannten Plaques, deren Ursache in der Regel im erhöhten Konsum tierischer Produkte liegt. Entwickelt sich auf diese Weise ein Verschluss, so kann kein frisches Blut zum Herzen dringen, es kommt zum Infarkt. Knoblauch kann einem solchen Vorgang entgegenwirken, indem es einen erhöhten Cholesterinwert senkt. Das Gewürz darf aber nicht als alleinige präventive Maßnahme gesehen werden. In einen gesunden Lebensstil integriert, trägt es jedoch zu einem guten körperlichen Zustand bei.

Durch seine blutverdünnenden Eigenschaften sorgt die Pflanze dafür, dass Blutgerinnsel unwahrscheinlicher sind und das Blut besser zirkulieren kann, weil einzelne Blutkörperchen nicht aneinander hängen. Auf diese Weise lässt sich das Risiko für eine Thrombose oder Embolie senken.

Die weiteren Einsatzgebiete sind breit gestreut. Knoblauch kann Bakterien vernichten, die unangenehme Harnwegsinfekte auslösen, den Blutdruck stabilisieren und gegen Freie Radikale vorgehen. Freie Radikale sind für verschiedene Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer verantwortlich. Untersuchungen haben zudem ergeben, dass Knoblauch sich unter Umständen positiv auf einen bestehenden Tumor auswirken kann, indem das Wachstum gehemmt und die Krebszellen stattdessen vernichtet werden. Weitere Forschungen zur Verallgemeinbarkeit der Resultate sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Wer Knoblauch zu heilenden Zwecken verwenden möchte, sollte einige Bedingungen beachten. Zum einen ist es wichtig, dass die Zellwände vor der Verarbeitung zerquetscht werden. Damit die Enzyme genügend Zeit haben das Alliin umzuwandeln, sollte der Knoblauch anschließend etwa zehn Minuten ziehen gelassen werden. Weil die chemische Verbindung Hitze gegenüber empfindlich ist, darf der Knoblauch nur etwa drei Minuten mitgegart werden. Bestenfalls wird die Zehen roh gegessen, zum Beispiel fein zerhackt in einem Salat.

Wie schäle ich Knoblauch?

Die Verwendung von Knoblauch hat beinahe nur Vorteile. Manche Zehen liegen jedoch eng an ihrer Schale an und lassen sich nur schwer aus ihr lösen. Das Schälen kann vor allem dann nervig sein, wenn ein Gericht zahlreiche Knoblauchzehen verlangt. Dabei existieren jedoch einige Maßnahmen, welche dabei helfen können, die Überreste der Schale schneller zu entfernen.

1. Die Zehen schütteln

Die Zahl der benötigten Zehen wird aus der gesamten Knolle gelöst und in eine Schüssel aus Metall gegeben. Wenn das Rezept eine große Menge an Knoblauch beinhaltet, kann die gesamte Knolle in das Gefäß gelegt werden. Dafür sollte die Zwiebel jedoch zunächst geöffnet werden. Für eine saubere Zertrennung wird der Knoblauch auf einen harten Untergrund gelegt, die Spitze zeigt nach unten. Ein Schlag mit der Hand auf die Knolle führt dazu, dass diese aufbricht. Ist die Schale zu trocken oder würde der Saft empfindliche oder verletzte Hautpartien angreifen, kann mit einer Schüssel gearbeitet werden. Die Öffnung der Schüssel wird anschließend abgedeckt, zum Beispiel durch einen Deckel, einen Teller oder eine weitere Schale. Steht kein solches Gefäß zur Verfügung, lässt sich die Methode auch mit einer Flasche durchführen. Die Flasche oder Schüssel wird anschließend ausgiebig geschüttelt. In der Regel sollte nach etwa zwei Minuten zu hören sein, wie sich die Schalen von der Zehe trennen.

2. Die Zehe zerdrücken

Diese Methode benötigt nur wenig Equipment. Neben einem harten Untergrund wird lediglich ein Messer verwendet. Das Messer wird nun auf die Knoblauchzehe gelegt und zwar so, dass die scharfe Seite vom Körper wegweist. Anschließend wird mit der Klinge des Messers ein kurzer aber bestimmter Druck auf die Zehe ausgeübt. Diese soll dabei nicht vollkommen zerdrückt werden, sondern nur so weit, dass sich die Schale von der äußeren Zellwand löst. Der Rest der Schale lässt sich mühelos per Hand entfernen. Die Methode benötigt unter Umständen etwas Übung. Nach dem Beherrschen des Verfahrens können die Zehen jedoch sehr schnell geschält werden.

3. Handarbeit

Wer sich an dem Geruch des Knoblauchs nicht stört, kann diesen mit einen einfachen Trick mit den Handflächen schälen. Dafür müssen zunächst die oberen und unteren Enden mit einem Messer entfernt werden. Anschließend wird die Zehe in die Hand gelegt. Das Aneinanderreiben der Hände sorgt dafür, dass sich die Schale löst. Die Methode lässt sich zwar schnell ausführen, es bleibt jedoch häufig ein intensiver Knoblauchgeruch zurück.

Wie wird man den lästigen Knoblauchgeruch los?

Knoblauch ist gesund und lecker. Der Geruch, welcher anschließend über den Mund sowie die Zellatmung ausströmt, wird gesellschaftlich jedoch kritisch gesehen. Aufgrund der nützlichen Eigenschaften der Knolle wäre es aber schade, nur deshalb auf Knoblauch verzichten zu müssen. Einige Tipps können dabei helfen, den Geruch unter Kontrolle zu bringen.

1. Basilikum oder Petersilie kauen
Beide Gewürze beinhalten ätherische Öle, welche den Knoblauchgeruch verdrängen können. Dafür sollte jedoch zu den frischen Kräutern gegriffen werden. Der pure Geschmack wird meistens als unangenehm empfunden, kann jedoch Abhilfe verschaffen.

2. Hände mit Kaffeesatz waschen
Wenn nach dem Essen noch ein Verdauungskaffee aufgesetzt wird, kann dieser zweifachen Nutzen bringen. Nach dem Erkalten lassen sich die Hände mit dem Kaffee einreiben. Auf diese Weise können Reste entfernt werden, die sich während des Kochens mit Knoblauch eingeschlichen haben. Nach der Behandlung sollten die Hände mit Wasser und Seife gereinigt werden.

3. Chromstrahl
Chromstrahl kann nervige Gerüche an den Fingern ebenfalls entfernen. Dafür wird zum Beispiel ein Messer unter den laufenden Wasserhahn gehalten.

4. Knoblauch abmildern
Die Intensität der Knolle lässt sich auf verschiedene Weise etwas abschwächen. Davon profitieren vor allem Personen, die Knoblauch nicht so gut vertragen, seinen Geschmack jedoch sehr mögen. So ist es unter anderem hilfreich, den Strunk des Knoblauchs zu entfernen. Dafür wird die Zehe geschält und anschließend halbiert. Mit einer Messerspitze kann der Kern schließlich entfernt werden. Darüber hinaus ist es möglich, die Knoblauchzehe zu blanchieren. Dafür wird sie zunächst kurz gekocht und direkt mit kaltem Wasser abgeschreckt. Das sehr langsame Garen in Verbindung mit anderem Gemüse verleiht dem Knoblauch ein milderes, süßliches Aroma. Die Temperatur des Herds sollte jedoch niedrig eingestellt werden, weil die Knolle ansonsten einen bitteren Geschmack verbreitet.

Knoblauch selber anpflanzen

Frischer Knoblauch ist in der Regel relativ günstig. Die Knolle lässt sich jedoch darüber hinaus auch problemlos zuhause anpflanzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gewächsen ist der Knoblauch anspruchslos und gedeiht somit normalerweise sehr gut. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte ist eine gute Erde, ausreichend Sonne und etwas Wasser. Damit lässt sich Knoblauch in jedem Haushalt züchten. Es muss nicht immer ein Garten oder ein Balkon sein- bereits ein Blumentopf an einem sonnigen Fenster kann die Pflanze zum Sprießen bringen. Weiterhin genügt eine Knoblauchzehe zur Vermehrung der Knolle. knoblauchDiese wird mit fruchtbarer Erde bedeckt und regelmäßig mit wenig Wasser gegeosen. Generell sollte der Standort von größerer Feuchtigkeit ferngehalten werden. Für den Anbau im Garten empfiehlt sich somit ein Platz, der bei dem nächsten Regen nicht vollkommen unter Wasser steht. Gleichzeitig verlangt der Knoblauch jedoch nach ausreichend Sonne- somit sollte er besser nicht im Schatten eines Baums oder einer anderen Pflanze gesät werden. Abgesehen vom Standort ist der Knoblauch so anspruchslos, dass ihm sogar winterfeste Eigenschaften zugeschrieben werden können. Die im Supermarkt erhältlichen Zehen stammen jedoch häufig aus Ländern, mit einem weitaus milderen Klima als in Deutschland. Damit sich die Mühe lohnt, kann es deshalb sinnvoll sein, einen Teil einer Knolle einzupflanzen, die aus der heimischen Region kommt.

Wenn der Winter naht, ist es sinnvoll, die Pflanze mit etwas Stroh oder Heu zu schützen. Ansonsten ist die Angst vor Frost unberechtigt. Lediglich aufgestaute Nässe wird dem Knoblauch gefährlich, weil seine Wurzeln dann zu schimmeln beginnen. Um sicher zu gehen, dass die Pflanze nicht übergossen wird, sollten nur kleine Mengen an Wasser hinzugefügt werden. Das gelegentliche Austrocknen lassen vor einer erneuten Wassergabe stellt kein Problem dar. So ist gewährleistet, dass sich kein Schimmel ansetzt und die Mühe umsonst war.

Für eine erfolgreiche Aufzucht kann die richtige Erde bedeutsam sein. Diese sollte viele Nährstoffe aufweisen. So eignet sich zum Beispiel Humus. Bei der Saat im Blumentopf ist es wichtig, dass Vorsichtsmaßnahmen gegen Staunässe ergriffen werden. Bevor die Erde im Topf landet, lassen sich Kieselsteine über den Boden streuen, so dass überschüssiges Wasser besser nach außen hin abgegeben wird. Bestenfalls wird der Knoblauch in einem Topf angepflanzt, der Löcher im Boden verfügt. Knoblauch kann generell im Frühling und Herbst gesät werden. Idealerweise werden die Zehen zwischen September und Oktober verlagert. Wer bereits im Frühjahr beginnen möchte, sollte im Februar anfangen. Im Herbst angepflanzt, entwickelt der Knoblauch im Verlauf des restlichen Jahres ausgiebige Wurzeln, die es ihm erlauben, im kommenden Frühling aufzublühen. Die Beigabe von Dünger ist nicht nur überflüssig bei einem guten Boden, sondern unter Umständen auch schädlich. Weil der Knoblauch später gegessen werden soll, ist auf Dünger für Zierpflanzen auf jeden Fall zu verzichten.

Knoblauch ist nicht nur in der Pflege anspruchslos. Er kann sich darüber hinaus auch selbstständig vor ein meisten Schädlingen verteidigen. Zwischen andere Pflanzen gesät, ist er zudem dazu in der Lage, auch diese vor Ungeziefer zu bewahren. Ausschlaggebend ist hier vor allem der intensive Geruch, vor dem nicht nur einige Menschen, sondern auch Spinnen und Läuse zurückschrecken. Gefährlich werden können dem Knoblauch Schädlinge, die seine Wurzel befallen, wie zum Beispiel Weißfäule und Lauchmotten. Eine geringe Luftfeuchtigkeit kann einen Befall verhindern.

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